Wie das Foto vielleicht schon erahnen lässt, ist die Bete-Saison auf diesem Blog noch längst nicht vorbei. In dem köstlichen russischen Eintopf, den ich heute vorstellen möchte, sind rote Bete die Protagonisten.
Warum die Deutschen sich diese seltsame Schreibweise ausgedacht haben, die mehr als abschreckend wirkt, ist mir mehr als unklar. Man spricht russisch keine zwei sch in diesem Wort, sondern nur eines, das am Ende weich ist. Ein t kommt überhaupt nicht vor…
Aber weg von den sprachlichen, hin zu den kulinarischen Details: Ich habe dieses Rezept als Grundlage genommen. Es ist nicht sonderlich schwierig, aber etwas zeitaufwändig. Das ganze Gemüse zu schneiden nimmt recht viel Zeit in Anspruch, lässt sich aber effektiv mit den Kochzeiten timen. Anderthalb bis zwei Stunden sollte man dennoch einplanen.
Für einen großen Topf voll Suppe benötigte ich
500g Rindfleisch,
Sellerie,
4 kleine-mittlere Rote Bete,
eine Zwiebel,
zwei Mohrrüben,
eine Dose gehackte Tomaten,
eine Paprika,
5 Kartoffeln,
3 Zehen Knoblauch,
2 Lorbeerblätter,
Lauch,
Zitronensaft
Wie gesagt, ist das Rezept etwas aufwändig und anders, als man es von einem Eintopf erwartet, benötigt man neben dem großen Suppentopf noch zwei Pfannen, um jeweils einen Teil der Zutaten separat voneinander anbraten zu können.
- Sellerie schneiden, einen großen Topf mit Wasser, Sellerie und Salz aufsetzen, darin das Fleisch garen.
- Rote Bete würfeln, mit Zitronensaft beträufeln und in der einen Pfanne 20 Minuten lang braten. Die Dose Tomaten hinzugeben und weitere 15 Minuten braten.
- In dieser Zeit die Zwiebeln, Paprika und Möhren schneiden und in der zweiten Pfanne rösten. Kartoffel würfeln, Lauch hacken.
- Das Fleisch aus der Brühe nehmen, wenn es gar ist und in kleine Stücke schneiden.
- Kartoffeln, Lauch, die Lorbeerblätter rote Beete und Tomaten in die Brühe geben und kochen bis die Kartoffeln fast gar sind. Das sollten in etwa 15 Minuten sein.
- Den Inhalt der zweiten Pfanne, also Zwiebeln, Paprika, Möhren und gehackten Knoblauch hinzufügen. Fleisch wieder hinein tun und an einem warmen Ort ziehen lassen.
Gegessen wird der Borschtsch mit Smetana, also saurer Sahne oder Schmand. Auch frische Kräuter, wie Petersilie, Dill oder Schnittlauch können dazu gereicht werden.
Auch wer kein Fan von roten Beten ist und von der Farbe eher abgeschreckt ist, sollte diese Suppe unbedingt mal probieren. Sie ist wirklich köstlich und aufgewärmt schmeckt sie sogar noch besser.

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